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Produktfindung & Recherche - „Wer suchet, der findet"
(Stand 2002)

Inhalt:

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1. Einführung

Auf dem Gebiet der Erfindungen sind Laien oftmals der Ansicht, dass Erfindungen stets große Ideen sind, die zu völlig neuen Produkten und Verfahren führen. Es wird verkannt, dass Erfindungen in der Regel nur kleinere Verbesserungen an bekannten Produkten und Verfahren sind. Die kleineren Ideen und Verbesserungen sind es aber, die im Markt optimal ankommen, während größere Entwicklungsschritte oft zu anfänglichen technischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten führen.

2. Eigenleistung

Neben Ingenieuren und Chemikern müssen alle übrigen Mitarbeiter bestrebt sein, so effektiv wie möglich Produkte und Verfahren weiterzuentwickeln. Voraussetzung für eine eigene hohe Innovationsleistung ist das Beachten folgender Regeln:

  • betriebsinterne Informationsquellen müssen weitgehend berücksichtigt werden (Patentdatenbank, Meeting, interner Informationsaustausch,...),
  • sich über den Stand der Technik informieren,
  • konkrete Projekt- und Produktplanung.

Ausgangspunkt jeder Erfindung ist das bekannte technische Wissen. Daher ist es notwendig sich über den Stand der Technik zu informieren, ehe man Neuentwicklungen anstrebt. Man stößt oft durch Recherche auf neue Anregungen und Verbesserungen, die man in der eigenen Arbeit verwendet. Daher empfiehlt es sich, folgende Punkte und Bereiche bei der Recherche zu berücksichtigen:

  • Recherche in der Patentliteratur und den Patentdatenbanken,
  • Recherche in technischer Literatur,
  • Überprüfung der eigenen Entwicklungsergebnisse.
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3. Fremdwissen

Es ist ohne Zweifel richtig und klug, fremde Informationsquellen auf den neuen Stand der Technik zu untersuchen und zu prüfen ob dort technische Ideen, Konstruktionen und Verfahren enthalten sind, die für die eigenen Produkte und Verfahren genutzt werden können.

  • Kunden: Die Kunden sind ohne Zweifel einer der wichtigsten Informationsquellen für neue und verbesserte Produkte. Auch können Ideen, die direkt vom Kunden stammen, technische und wirtschaftliche Risiken eindämmen und sich schneller am Markt etablieren als die eigenen.
  • Technische Literatur: Die Fachliteratur enthält oftmals Neuentwicklungen und Forschungsergebnisse, die noch nicht zur Produktionsreife geführt wurden und Anregungen für Produktverbesserungen/-entwicklungen darstellen.
  • Patentliteratur (Offenlegungen, Patente, Gebrauchsmuster): Keine andere Literatur lässt sich durch ihre internationale Klassifikation (IPC) manuell oder online so leicht und sicher durchsuchen.
  • Produkte des Marktes: Auch erfolgreiche Produkte anderer Unternehmen nachzubauen kann zur Produktinnovation führen. Es verringert einerseits das technische und wirtschaftliche Risiko und man kann anderseits imitierte Produkte einfacher optimieren bzw. modifizieren.

WICHTIG: In allen Fällen sollte beachtet werden, ob Schutzrechte anderer verletzt werden kann und ob gegen das Gesetz des unlauteren Wettbewerbs verstoßen wird.

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