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Auslandsstudium in Edinburgh, Schottland
(Aufenthalt: 2003-2004)

Hier ein ausführlicher Erlebnis- und Erfahrungsbericht zu meinem Auslandsstudium in Edinburgh, Schottland.

Inhalt:

Edinburgh
Bild 1: Stich Illustration von Edinburgh aus dem 19. Jahrhundert.

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1. Einleitung

Alle Bewohner Großbritanniens sind Briten, keineswegs jedoch alle Engländer. Denn nur der südliche Teil der Hauptinsel trägt den Namen „England”. Schotten, Iren und Waliser reagieren hin und wieder höchst empfindlich, wenn man sie als Engländer bezeichnet. Diese Bevölkerungsgruppen haben ihre eigene Geschichte, bewahren zum Teil ihre gälische Sprache und unterscheiden sich beträchtlich von den Engländern.

2. Von der Vergangenheit bis zur Gegenwart

Schottland hat etwa 5,2 Mio. Einwohner auf fast einem Drittel der Gesamtfläche von Großbritannien. Es besitzt mit Edinburgh eine eigene Hauptstadt, hat eine eigene Gesetzgebung sowie ein eigenes Erziehungs- und Kirchensystem und gibt eigene Banknoten und Briefmarken heraus. Das Sprachproblem spielt eine untergeordnete Rolle, da nur noch rund 130.000 Hochländer und Bewohner der Hebriden gälisch sprechen, während die übrigen sich nur durch ein Englisch mit typisch schottischer Aussprache unterscheiden, mit gerolltem „R” und einer Reihe von anderen Lauten.

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Eilean Donan Castle
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Urquhart Castle bei Loch Ness
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Irgendwo in den schottischen Highlands
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Wohnhaus bei Pitlochry
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Klosterruine in den Highlands
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Friedhof in der Altstadt von Stirling
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Loch Lomond - Queens View
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Wachen im Stirling Castle
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Blick auf das Wallace Monument bei Stirling

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Obwohl Schottland seit 1707 kein eigenes Parlament mehr besitzt und zu Großbritannien gehört, hat es seine separate und eigene Identität in den letzten 300 Jahren bewahrt. Die Wiedereinfürung des eigenen schottischen Parlaments nach Edinburgh im Jahre 1999 markierte ein Erstarken des schottischen Nationalstolzes und ein zunehmendes Vertrauen in die eigenen kulturellen und wissenschaftlichen Errungenschaften. Generell sind die Schotten äußerst freundlich, hilfsbereit und offenherzig, was das Einleben als „Ausländer" in Schottland recht problemlos und einfach gestaltet. Man gewöhnt sich sogar recht schnell an den zu Beginn etwas merkwürdig klingenden schottischen Akzent. Glasgow, in den schottischen Low-Lands, ist Schottlands größte Stadt sowie seine Industrie- und Handelsmetropole (u a. gibt es dort die größten Werften). Darüber hinaus bildet Glasgow einen guten Ausgangspunkt für Leute, die den Westen Schottlands kennen lernen möchten. Auf dem Gebiet von Universitäten und Schulen spielt Glasgow eine bedeutende Rolle. Es hat mehr als 20.000 Studenten und ist somit eine typisch schottische Studentenstadt vergleichbar mit Freiburg in Deutschland.

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3. Die Hauptstadt Edinburgh

Edinburgh, Hauptstadt und kultureller Mittelpunkt Schottland seit über einem halben Jahrtausend, ist eine der schönstgelegenen Städte der Welt. Den Titel „Athen des Nordens” verdankt sie ihrem reichen kulturellen Angebot mit erstklassigen Museen und Kunstgalerien sowie einer großen Anzahl historischer Kleinode. Edinburgh besteht eigentlich aus zwei Städten. Zu Füßen der weitläufigen, auf einem hohen Felsen erbauten Schlossfestung erstreckt sich die dichtgedrängte Altstadt, ein Labyrinth von schmalen Gassen mit alten Häuserzeilen und Hinterhöfen. Die berühmte Royal Mile verbindet das Schloss mit dem Palast Holyroodhouse. In der Neustadt prägen großzügig angelegte Plätze, breite Straßenzüge und elegante Fassaden das Stadtbild. Beherrschender Punkt ist das Castle. Von dort hat man den besten Blick auf die Stadt. Über die Esplanade (Vorplatz des Castle), einst Schauplatz von Aufmärschen und Hinrichtungen, kommt man über einen ausgetrockneten Graben und die Zugbrücke zum Haupteingang mit bronzenen Statuen von Robert Burce (schottischer Nationalheld, der 1306 zum König gekrönt wurde) und William Wallace (um ca. 1270-1305). William Wallace, der gleichnamige Held aus dem bekannten Film „Braveheart”, rief das Volk zum Widerstand gegen König Eduard I von England auf und ist nach wie vor einer der größten schottischen Nationalhelden.

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Queensferry - Forth Bridge
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Calton Hill (zw. Holyrood Palace und Neustadt)
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St. Giles Cathedral mitten in Edinburgh
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Blick auf das Edinburgh Castle
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Ein Beispiel für die schottische Küchenkultur
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Altstadt von Edinburgh (Grassmarket)
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Palace of Holyroodhouse
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Stadtberg Arthur´s Seat beim Holyrood Palace
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Blick auf Edinburgh vom Arthur´s Seat aus

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Der höchste Gipfel des Castle Rock wird Zitadelle oder King’s Bastion genannt. Hier kann man eine riesige Kanone anschauen und den prächtigen Blick auf die Stadt genießen. Das Herz der Altstadt ist die Strasse, die vom Castle zum Holyrood-Palast führt, meist Royal Mile oder auch Castle Hill genannt. Hier drängen sich sechs- bis elfstöckige alte Häuser, die von historischem Interesse sind. Im Holyrood Park wird ein längst erloschener Vulkan mit zwei Kegeln Arthur’s Seat genannt. Von ihm aus bietet sich ein großartiger Blick auf die Stadt. Beliebteste und bekannteste Straße der Neustadt ist die Princes Street, die fast eine Meile lang ist, mit Parkanlagen und den elegantesten Geschäften. Ebenso erhebt sich nahe der Princes Street das Scott-Monument. Schulen und Universitäten spielen in Schottland eine viel größere Rolle als bei uns, und die Frage, welche Schule man besucht hat, ist von entscheidender Wichtigkeit für die spätere Laufbahn. Ferner ist das Bildungswesen in Großbritannien weitgehend durch die historisch bedingte Dezentralisierung geprägt worden. Für England und die Universitäten von Wales und Schottland ist das „Department of Education and Science” zuständig, das von lokalen Institutionen ergänzt wird.

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4. Studieren in Schottland

So ist beispielsweise die Napier University in Edinburgh führend im Bereich angewandte Informatik und besitzt einen exzellenten Ruf. Den Namen der Universität basiert auf John Napier (1550-1617) of Merchiston der als Erfinder des Logarithmus am Ende des 16. Jahrhunderts gilt. Die Napier University und die dort gelehrten Themengebiete sind äußerst praxisnah und mit unserem Fächerangebot vergleichbar, wobei das Studiumsangebot bei weitem größer ist als an unseren Hochschulen.

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Napier University - Merchiston Campus
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Gebäude von John Napier of Merchiston
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Studentenwohnheim Wright´s House

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Ein großer Unterschied zu unserer Hochschulausbildung ist, dass während des Semesters in den meisten Fächern so genannte „Courseworks” absolviert werden müssen. Dabei handelt es sich um vorgegebene und fachbezogene Themengebiete, die von jedem einzelnen Kursteilnehmer selbstständig bearbeitet werden müssen. Generell kann man die akademischen Titel „Bachelor of Science” (BSc) erwerben und anschließend den Grad eines „Master of Science” (MSc). Das hängt vom Fachbereich (School) innerhalb der Universität ab. Ich war beispielsweise in der School of Computing am Merchiston Campus angemeldet und beendete das Studium an der Napier Universtiy mit dem akademischen Grad: „Bsc in Computing”.

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Artikel herunterladen: Edinburgh_Schottland.pdf

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